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Projektidee
Jugendliche ohne Arbeit (JOA) der Berufsschule Mindelheim
führen ein Naturschutzprojekt unter fachlicher
Anleitung in unmittelbarer Nähe durch. Die Praxis
umfasst neben Entbuschungen und Abholzungen auch einen
Mototsägenkurs. Theoretische Inhalte wie Volumenberechnungen,
Brennholzkosten-Kalkulationen etc. wurden im Unterricht
der JOA-Klassen vermittelt.
Träger
2 Ehrenamtliche aus dem Breich Umweltschutz in enger
Zusammenarbeit mit der Staatlichen Berufsschule Mindelheim
Ausgangssituation
Frank Rattel und Karl Geller: "Ausgehend von der
Tatsache, dass diese Gesellschaft einerseits immer mehr
dringliche Aufgaben in unterschiedlichen Bereichen (Sportverein,
Kinder- u. Altenbetreuung, Gesundheitswesen, Umweltschutz
etc.) liegen lässt/lassen muss und andererseits
eine stetig steigende Zahl jugendlicher Arbeitssuchender
an unserer Berufsschule z.T. ziemlich demotiviert ihre
Schulpflicht erfüllt(e), haben wir uns überlegt,
ob nicht ein Problem eigentlich die Lösung des
anderen darstellt.
So entstand die Idee für ein Biotoprenaturierungsprojekt,
das Schritt für Schritt zum Dreh- und Angelpunkt
für alle Unterrichtsfächer wurde. Ethik, Deutsch,
EDV, Sozialkunde, Mathematik, Metalltechnik, Holzverarbeitung,
Sport, Wirtschaftskunde, Hauswirtschaft - alle beziehen
sich auf das Kernprojekt und können ihren Teil
zum Ganzen beisteuern.
Projektziel
praxisnahe Qualifikation berufsschulpflichtiger, arbeitsloser
Jugendlicher im Bereich Forst- und Naturschutz, Aufarbeiten
der Erfahrungen, Theorietransfer in den Unterricht sowie
sozialräumliche Pflege der Heimatregion.
Frank Rattel, Karl Geller: "Das Projekt vermittelt
berufliche Kenntnisse bis hin zum Motorsägenschein.
Es verdeutlicht Zusammenhänge der drei Säulen
der Agenda (Ökologie, Ökonomie, Soziales)
und fördert die Arbeitstugenden, deren Fehlen für
den beruflichen Misserfolg weit häufiger verantwortlich
ist als einzelne Schulnoten. Vor allem aber fördert
es das Selbstwertgefühl, weil die Jugendlichen
gebraucht werden, zusammenhalten müssen und einen
Sinn in ihrer Arbeit sehen. Nicht zuletzt werden durch
ihren Arbeitseinsatz, wertvolle Trittsteinbiotope gerettet
bzw. entstehen Rückzugsflächen für Rote-Liste-1-Arten
neu."
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