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  Schülerübungsfirmen Erich-Kästner-Schule
Kitzingen e.V.
 
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Kurze Projektbeschreibung
Eröffnen und Betreiben von vier Schülerübungsfimen in einem Sonderpädagogischen Förderzentrum; berufliche Qualifikation in den auf die Zielgruppe zugeschnittenen Berufsfeldern Soziales, Holz, Fahrrad, Verkauf. Übergang Schule-Beruf

Träger
Gemeinnütziger Verein mit ca. 30 ehrenamtlichen Mitgliedern. Der Verein fördert die Unterhaltung, Pflege und Gestaltung der Schülerübungsfirmen an der Erich Kästner Schule in Kitzingen. Die Vorstandschaft besteht aus Lehrern und Eltern der Erich-Kästner-Schule.

Ausgangssituation
AbgängerInnen der sonderpädagogischen Förderzentren haben auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt wenige Aussichten. Die Berufsfelder, in denen diese Schülerschaft noch Chancen hat, eine Vollausbildung oder Helferausbildung zu bekommen, beschränken sich in der Regel auf 10 - 20. Die bisherige Hinführung an die Ausbildungs- und Berufswelt innerhalb des Schulkonzeptes erwies sich als zu abstrakt und zu wenig handlungsbezogen, da der Praxisanteil zu niedrig war (siehe auch Ergebnisse der PISA-Studie vom Dezember 2001).

Konzept
"Firmenerfahrung" sammeln in 4 Firmen: "Kiosk" und "Soziales" (Start im März 2004), "Holz"- und "Fahrradwerkstatt" (September 2004).
1 fester Firmentag pro Woche plus Schlüsselqulifikationstraining plus Arbeitserprobungswoche für die Jugendlichen.

Verlauf
Mit Hilfe der Fördergelder wurden als Anschubfinanzierung überwiegend die notwendigen Ausstattungsgegenstände z.B. Kühlgeräte, Spezialgeräte Werkstätten Holz und Fahrrad beschafft.

Firma Kioskverkauf
Eine Holzkontainerkiste als Kioskstand mit Kühltheken und Kühlschrank wurde in der Pausenhalle aufgestellt.
In den Pausen werden leckeres Müsli, Baguette und Getränke verkauft. Komplexe Lernfelder wie Einkauf/ Verkauf, Buchführung, Hygiene, Werbung, Rechnungen schreiben werden abgedeckt.

Firma SoDA: (Soziales und Dienstleistungen aller Art)
Die FirmenmitarbeiterInnen kaufen für andere ein, bereiten Feste vor, üben mit den jüngeren Schülern Lesen oder Rechnen, helfen aus bei Bundesjugendspielen oder Wandertagen, helfen im Altersheim und unterstützen täglich Lehrer bei ihrer Pausenaufsicht.

Lernfelder: u.a. Angebote und Dienstleistungsprofil erstellen, Werbung, Dienstleistungen erbringen, Kontaktpflege, Buchführung, Rechnungen, vielfältige soziale Kompetenzen wie Konfliktklärung, Verhandeln etc.

Fazit
Am Projekt haben 98 Schüler und Schülerinnen in 953 Stunden teilgenommen. Aufgrund der speziellen Förderung in den Schlüsselqualifikationen innerhalb der Schülerübungsfirmen konnten 58 Jugendliche ganzjährig in wöchentliche Praxistage und dreiwöchige Blockpraktika in ortsansässige Betriebe vermittelt werden. 30 Jugendliche haben das 9. Schuljahr erfolgreich abgeschlossen und 20 davon sind in einer berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme. Sieben Jugendliche konnten über ihre Praktika einen Ausbildungsvertrag abschließen.

Die Schülerübungsfirmen verändern traditionelle Unterrichtsformen hin zu Mit- und Selbstbestimmung. Es findet eine hohe Aktivierung der Schüler statt. Die ständige Reflexion von Stärken und Schwächen verbessert die Berufsorientierung.
Dank der Anschubfinanzierung konnte das Projekt fest im Schulkonzept verankert werden. Mit den Einnahmen der Firmen kann es sich - knapp kalkuliert - zukünftig selbst tragen. Das Projekt gilt inzwischen als Vorbildmodell für andere Fördeschulen.

Berufsnahe, sehr effektive Qualifizierung, Projekt fördert ungemein Eigenverantwortung, Selbstwertgefühl und Initiative.
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